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Die wichtigsten bisherigen Aufführungsorte

  • Wiener Konzerthaus – Mozartsaal (Premiere am 20.10.2004)
  • Schloß Halbturn/Burgenland
  • See-Schloß Orth in Gmunden (Festspiele Gmunden – Oberösterreich)
  • Schloß Wolfsberg (Kärnten)
  • Künstlerhaus Klagenfurt (Kärnten)
  • Neukloster in Wiener Neustadt (Niederösterreich)
  • Burg Duino bei Triest (Friaul/Italien)

„In der Beschäftigung mit Rainer Maria Rilke wurde mir etwas Geheimnisvolles offenbar. Ich entdeckte eine Parallelwelt, die fern jedes intellektuellen Verständnisses verankert ist. Es ist eine Klangwelt, eine Wort-Klangkörperwelt.
Ähnlich einer Symphonie, die über rationales Verständnis allein nicht erfahrbar ist, so erblüht Rilkes Sprachwelt im Klang, den man mit Verstehen im üblichen Sprachsinn nicht ausreichend ergründen kann. Wir sind gewohnt, entlang des gesprochenen Wortes unmittelbar Sinn zu finden. In einer Welt, in der man mit Worten Stellung beziehen kann, ist das nur allzu verständlich. Doch – wie der Ton die Musik – macht auch erst der Ton das Wort. Ausgesprochen oder gedacht. So wie der Klang einer Partitur im Kopf vorstellbar ist, verhält es sich mit dem geschriebenen Wort.“ – Ulrich Reinthaller (Auszug aus Programmtext)

Wir leidens oft:
zu Asche werden Flammen;
doch, in der Kunst:
zu Flamme wird der Staub.
Hier ist Magie.
R.M.R.

Der Leser ruft über die Vorstellung des Wortklangs bestimmte Resonanz- und Harmoniegesetze in die Wirklichkeit. Der Schauspieler stellt sich als Verstärker dieser Wirklichkeit zur Verfügung. 
Der Klang der Lyrik ist demnach machtvoll genug, ein übergeordnetes Verstehen zu erzeugen, ähnlich der mantrischen Wirkung uralter Sanskritüberlieferungen. In diesem Sinn entwickelt Rilkes Lyrik in der Verschmelzung rechts- und linkshirnhälftiger Wahrnehmung ihre volle Pracht. Sie übersteigt in der Tat den Status einer außergewöhnlich formulierten Sprachmitteilung. Sie stellt einen in Form gegangenen Hinweis auf die Welten außerhalb der Form dar. 
Ergeben Sie sich mit uns in die Welt der Intuition, der Assoziation, in das Urvertrauen in Klang und Schwingung.“ – Ulrich Reinthaller (Auszug aus Programmtext)

Inhalt

Die Geschichte eines Mannes (Interpret Ulrich Reinthaller), der nächtens an seiner Einsamkeit erkrankt. Todessehnen stellt sich ein. Spät erst der Wendepunkt im Erleben der Natur: Dem Menschen gelingt aufs Neue, das Sein zu bejahen, und er begibt sich auf die Suche nach Leben und Liebe. Es ist ein Abend über Rilke, ein Abend über den Dichter selbst und ein Abend über die Ambivalenz des Lebens an sich. (Dr. Christian Papke)

Harfe: Georg Baum
Konzertharfenist, Komponist und Pianist; Gastverträge als Musiker am Burgtheater, Wien, Theater an der Wien, Raimundtheater; Carinthischer Sommer mit Agnes Baltsa; Opernfestspiele St. Margarethen „Nabucco“ 1. Harfe; Lesungen mit Fritz Muliar, Senta Berger, Eva Fichte, Günter Tolar, Sigrid Marquardt, El Sayed Kandil, Elisabeth Orth, Ulrich Reinthaller, Maria Kern, Luzia Nistler; Ausgedehnte Konzertreisen als Solist bzw. als Mitglied diverser Kammermusik-Ensembles durch ganz Europa. Verschiedene CD-Produktionen, verschiedene Solo-CDs.

Konzept & künstlerische Leitung: Christian Papke
Geboren in der Schweiz, aufgewachsen in Brasilien. Ausbildung in Wien, Paris, Rio de Janeiro, Hamburg. Deutscher Staatsbürger. Lebt in Wien, Dr. phil.; Studien: Philosophie, Dt. Philologie, Romanistik, Theaterwissenschaft, BML.

Derzeit wird diese Aufführung nicht angeboten. Sie können unter Shop/Tonträger die CD erwerben.

 

Einsicht in Presse und Rezensionen